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Bonussysteme

Leistungsorientierte Entlohnungssysteme geben Arbeitgebern und Arbeitnehmern die Möglichkeit, das Gehalt bzw. den Lohn entsprechend an den Unternehmenserfolg und an die Arbeitsleistung zu koppeln.
Vorgehen bei der Entwicklung eines individuellen Kennzahlensystems: Zunächst werden die Besonderheiten des Unternehmens analysiert und anschließend auf die jeweilige Abteilung übertragen. Die ermittelten Kriterien werden in messbare Kennzahlen unter Berücksichtigung der vorhandenen Kennzahlen überführt. Im nächsten Schritt erfolgt eine Differenzierung zwischen qualitätsbezogenen und mengenbezogenen Kennzahlen. Abschließend werden diese Kennzahlen mit mitarbeiterspezifischen Leistungsgrößen unterlegt.

Dies steigert den Handlungsspielraum des Arbeitgebers, den Arbeitnehmern mehr positive Verantwortung zu schenken und steigert die Motivation und die Identifikation mit dem Unternehmen bei Arbeitnehmer.

Als Elemente des Bonussystems, bzw. der leistungsorientierten Entlohnung dienen z.B. Qualitäts-, Mengen-, Ersparnis-, Pünktlichkeits- und Anwesenheitsprämien. Es können mitarbeiterspezifische und unternehmensspezifische Erfolgsfaktoren für Bonussysteme unterschieden werden. Dies ermöglicht sowohl eine Erfolgsbeteiligung an der gesamten Unternehmensleistung als auch eine Honorierung der Leistung des einzelnen Mitarbeiters. Durch die entstehende Transparenz wird eine stärkere Bindung und ein größeres Verantwortungsbewusstsein an das Unternehmen gefördert.

Ihr Vorteil:

  • objektives Bewertungsinstrumentarium für die Messung der Arbeitsleistung
  • Aufdecken von Fehlerquellen mit gleichzeitiger Ursachenidentifikation
  • bessere Arbeitsmotivation und höhere Arbeitszufriedenheit und dadurch Steigerung der Produktivität
  • Mitarbeiterbindung
  • Entlohnung in Abhängigkeit zum Unternehmenserfolg, d.h. parallel zur Liquidität

Die Entlohnung in Geld ist der üblichste Wertmaßstab und nahezu die ausschließliche Währung für geleistete Arbeit. Aber diese Währung kennt viele Facetten. Neben den zahlreichen Nebenleistungen, die im modernen Sozialstaat zu einem festen Bestandteil neben dem Grundgehalt geworden sind, stehen dem Arbeitgeber eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten einer leistungsgerechten Entlohnung zur Verfügung.

Die Vergütung ist der Oberbegriff von Lohn und Gehalt. Dabei umfasst der Lohn im klassischen Sinn die Bezahlung der Arbeitnehmer nach geleisteten Stunden. Gehalt ist eine monatliche Vergütung, die unabhängig von den geleisteten Arbeitstagen gezahlt wird. Es wird weiterhin unterschieden in Grundvergütung und in variabler Vergütung, die immer dann gezahlt wird, wenn der Arbeitnehmer bestimmte Ziele bzw. Erfolge erreichen konnte.

  • Der Leistungslohn: In der variablen Vergütung werden tätigkeitsspezifische Leistungen bewertet. Dazu müssen individuell auf die Tätigkeit bezogene Kennzahlen entwickelt werden. Zusammensetzung des Leistungsbonus: Die mengenbezogene Leistung ist die Grundlage für den leistungsbezogenen Bonus. Die qualitätsbezogene Leistung und auch in abgeschwächter Form die Unternehmensleistung sind „Bewilligungskomponenten“ für den mengenbezogenen Bonus.

Der Leistungslohn lässt sich unterscheiden in Akkord- und in Prämienlohn. Der Akkordlohn wird meist auf eine mengenbezogene Fertigungsleistung berechnet, während der Prämienlohn hingegen Qualitätskomponenten mit einbezieht. Dabei werden Mengen- und Güteprämien miteinander kombiniert. Moderne Vergütungspolitik mit variablen Vergütungsanteilen kann den Unternehmenserfolg mit der individuellen Mitarbeiterleistung kombinieren. Dies schafft Transparenz und zusätzliche Motivation zur Leistung.

Die variable Entlohnung lässt eine Senkung der Personalkosten in wirtschaftlich schlechten Zeiten zu, ohne dass Entlassungen durchgeführt werden müssen. Damit geht das Know-how der Mitarbeiter nicht verloren und Rekrutierungs- sowie Einarbeitungskosten können in wirtschaftlich guten Zeiten eingespart werden.

Die variable Vergütung ist von mehreren Komponenten abhängig. Die Unternehmensseite wird u.a. beeinflusst durch:

  • Mitarbeiterstruktur
  • Personalbedarf
  • Unternehmensstrategie
  • Unternehmensstruktur
  • Rechtsform
  • Branchenzugehörigkeit

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